Wer sind wir?

Um möglichst gut zur Ehre Gottes und für das Heil der Menschen zu wirken, arbeiten die „Dienerinnen vom Heiligen Blut“ zusammen mit der „Kongregation des Oratoriums des hl. Philipp Neri in Aufhausen“. Gemeinsam leiten sie die „Bruderschaft vom Heiligen Blut“. Diese ist eine Art „Dritter Orden“ (vgl. c. 306 CIC) von Laien und Klerikern, die sich besonders von der Spiritualität der am Kreuz vergossenen Liebe angezogen fühlen und diese in der Welt leben und verbreiten wollen. Zusammen bilden diese drei verschiedenen Gruppen die „Geistliche Familie vom Heiligen Blut“. Das doppelte Miteinander von gottgeweihten Personen und Laien, sowie von Frauen und Männern, ist das äußere Kennzeichen, die Struktur oder – bildlich gesprochen – der „Leib“ der Geistlichen Familie. Die „Seele“ ist das Blut Christi, die am Kreuz vergossene Liebe Gottes, die Erlösung und Heilung, Kraft und Freiheit, Einheit und Frieden… schenkt.

Was ist eine „geistliche Familie“?

Es hat in der Kirche von Anfang an gewisse Formen von geistlichen Familien gegeben. Jesus von Nazaret wird zunächst selbst in eine natürliche Familie hineingeboren.

In ihr wächst er heran, wird erzogen und nimmt „an Alter und Weisheit zu“ (Lk 2,52). Zu Beginn seiner öffentlichen Tätigkeit bildet er dann seine eigene geistliche Familie: Die zwölf Apostel begleiteten ihn, außerdem einige Frauen … Sie unterstützten Jesus und seine Jünger mit dem, was sie besaßen (vgl. Lk 8,1-3). Bei der Kreuzigung, an Ostern und an Pfingsten sind immer wieder außer den Aposteln auch die Frauen zugegen. Maria, die Mutter Jesu, nimmt unter ihnen eine besondere Rolle ein.

In der Ordensgeschichte der Kirche begegnen wir dann immer wieder weibliche Parallelen zu den entstehenden Männergemeinschaften. Beide Zweige sind wichtig. Sie bringen durch die gegenseitige Ergänzung der verschiedenen Charismen außergewöhnliche Früchte für das Reich Gottes hervor, besonders bei der Ausbreitung und Erneuerung der Kirche. Durch die Zusammenarbeit der Ordens-Priester/Brüder mit den Ordens-Schwestern (Wallfahrten, Exerzitien, Einkehrtage, Pfarreien…) wird in besonderer Weise die mütterliche Gegenwart Mariens erfahrbar und dadurch auch die ureigene Rolle der Frau in der Kirche.

Wie ist die “Geistliche Familie vom Heiligen Blut” entstanden?

Um die Geschichte von der Entstehung der „Geistlichen Familie vom Heiligen Blut“ näher ins Auge zu fassen, müssen wir in die Zeit des Kommunismus hinter dem „Eisernen Vorhang“ zurückkehren. Ich war nach Polen gelangt, um dort die Verehrung des Blutes Christi zu stärken und zu fördern. Zusammen mit den „Anbeterinnen des Blutes Christi“ gelang es mir, im Untergrund ein Missionshaus zu errichten.

Siehe auch Entstehung und Geschichte der Schwesterngemeinschaft

Zusammenarbeit zwischen Ordensfrauen und Ordensmännern

Grundsätzliches

Um die gegenseitige Ergänzung von mütterlichem und väterlichem Charisma in der Geistlichen Familie für die Seelsorge gut zu nützen, arbeiten die Dienerinnen vom Heiligen Blut und die Oratorianer des hl. Philipp Neri in Aufhausen in ihrem Apostolat nach Möglichkeit zusammen, um die gegenseitige Ergänzung von mütterlichem und väterlichem Charisma für die Seelsorge gut zu nützen. Weil diese beiden Gemeinschaften den gleichen Gründer haben und dadurch in ihrem Charisma und ihrer Spiritualität sehr ähnlich sind, liegt ein solches Zusammenwirken besonders im Bereich der Evangelisierung nahe. Einzelheiten, die diese Zusammenarbeit betreffen, werden durch entsprechende Verträge geregelt.

Rollenverteilung in der Zusammenarbeit

In dem Bewusstsein, dass Frauen und Männer, Jungen und Mädchen von Natur aus verschiedene Begabungen besitzen, hat sich folgende Rollenverteilung ergeben:

Notwendige “Spielregeln” in der Zusammenarbeit

Selbstverständlich verlangt eine solche Zusammenarbeit eine gewisse menschliche wie geistliche Reife. Gleichzeitig aber unterstützt diese Rollenverteilung nach dem Vorbild der natürlichen Familie auch sehr den Prozess der Reifung ihrer Teilnehmer.

Predigt am Einkehrtag der Geistlichen Familie
Zeugnis

Die Zisterziensermönche von Neuzelle haben die Schwestern-Gemeinschaft der Dienerinnen vom Heiligen Blut zur Mitarbeit in der Seelsorge eingeladen. Durch die geistliche Mutterschaft der ehelos lebenden Frauen erfahren sie als Ordenspriester eine Ergänzung ihrer eigenen geistlichen Vaterschaft und eine Stärkung der eigenen Lebensform im Zölibat. In einer Mitteilung an ihren Bekannten- und Freundeskreis heißt es dazu:

Schwerpunkte der Spiritualität

Spiritualität des Blutes Christi

Siehe Spiritualität des Blutes Christi

Eucharistie
Von der persönlichen Mitfeier der heiligen Messe
Anbetung
Anbetung vor dem Allerheiligsten
Von der Notwendigkeit und der Gnade der Anbetung

(Quelle: siehe Calix-Verlag) 

Wort des Lebens

Mit wachsamem Herzen schöpfen wir täglich aus der Quelle des Wortes Gottes, damit der Heilige Geist selber unsere Herzen sowie die gesamte Geistliche Familie erfüllen und lenken kann (vgl. Röm 8,14f.). Deshalb praktizieren wir die Methode vom „Wort des Lebens“.

Marianische Dimension

Siehe Marianische Dimension

Einheit stiften

Brücken bauen – alle lieben
Scheibenwischer – sofort verzeihen
Der erste Schritt – selber anfangen
Die Wunden Jesu – lieben, auch wenn es weh tut

Schule der Demut   

Siehe Schule der Demut