Handbuch für die Mitglieder
zum Bildungsplan
Liebe Brüder und Schwestern,
endlich ist das Handbuch unserer Bruderschaft da! Das erleichtert uns allen, diese besondere Berufung tiefer zu verstehen und auch anderen zu erklären. Es geht ja um nicht weniger als um die volle Jüngerschaft Jesu – und das als Christen in der „Welt“. Es ist ein Weg des unverkürzten Evangeliums, der bewusst in Einheit mit der Kirche die Mission Christi weiterführen will. Dabei helfen die beiden „Ordensgemeinschaften“, die Dienerinnen vom Heiligen Blut und die Oratorianer des hl. Philipp Neri von Aufhausen, die zusammen mit dieser Bruderschaft eine geistliche Familie bilden. Der lebendige Austausch zwischen „Ordens-Christen“ und „Welt-Christen“ kann und soll dabei eine echte Bereicherung sein für beide Seiten.
1. Teil
DIE REGEL DER BRUDERSCHAFT
Eine Jünger-Schule für engagierte Christen in der Welt
I. UNSER PLATZ IN DER KIRCHE
Wir sind ein Teil der Geistlichen Familie vom Heiligen Blut, einer katholischen Bewegung im Dienst der Evangelisierung – berufen zur aktiven Teilnahme am Werk der Erlösung nach dem Vorbild Mariens. Durch die pastorale und missionarische Zusammenarbeit in unserer Geistlichen Familie vereinen wir drei unterschiedliche sich ergänzende Charismen:
II. DAS CHARISMA DER BRUDERSCHAFT
1. Wir sehen unsere besondere Berufung darin, im Zeichen des Blutes Christi in der Welt Zeugnis zu geben für Jesus Christus – denn „er liebt uns und hat uns von unseren Sünden erlöst durch sein Blut“ (Offb 1,5) und er „hat Frieden gestiftet am Kreuz durch sein Blut“ (vgl. Kol 1,20). Er hat uns dazu berufen, nach dem Vorbild Mariens an seinem Heilswerk für die ganze Menschheit bewusst und aktiv teilzunehmen (vgl. Kol 1,24). Dabei ist für uns die Verehrung der „am Kreuz vergossenen Liebe“ und die Mystik des Blutes Christi eine besondere Hilfe.
III. DER DIENST UNSERER BRUDERSCHAFT
1. Um im Geist des Evangeliums zu leben und am Missionsauftrag der Kirche (Evangelisierung) immer besser teilnehmen zu können, lesen und betrachten wir möglichst jeden Tag im Licht des Glaubens die Heilige Schrift und praktizieren die Methode vom „Wort des Lebens“ (Jüngerschafts-Schulung).
2. Die Spiritualität des Blutes Christi hilft uns, bewusst das allgemeine Priestertum (Taufpriestertum) nach dem Vorbild Mariens zu leben. Gestärkt und angeleitet durch die möglichst häufige Teilnahme an der Eucharistiefeier soll unser ganzes Leben eucharistisch werden durch ein unaufhörliches Darbringen (Aufopfern) der tagtäglichen Entsagungen, Schwierigkeiten, des Nicht-Verstehens… in die Hände des VATERS.
IV. DIE BRUDERSCHAFTS-GRUPPE
1. Die Bruderschafts-Gruppe ist das geistliche Zuhause aller Mitglieder und Kandidaten. In ihr sollen sie geschwisterliche Liebe, Hilfe und Schutz entsprechend dem Neuen Gebot Jesu (Joh13, 34) erfahren und lernen, „Einheit zu stiften“ . Hier werden sie in das Leben und in die Mission der Bruderschaft eingeführt, um mit der Zeit reif zu werden für die volle Jüngerschaft Jesu Christi.

V. MITGLIEDSCHAFT
1. Wer Mitglied der Bruderschaft werden möchte, meldet sich persönlich (oder per Post, E-Mail…) bei der zentralen Leitung in Aufhausen oder in der nächstgelegenen Niederlassung (Missionshaus) der Geistlichen Familie. – Es ist empfehlenswert, zunächst eine Zeit lang im Rahmen des „Freundeskreises“ der Geistlichen Familie an Einkehrtagen, Exerzitien und anderen Treffen teilzunehmen, um das Charisma und die Spiritualität dieser Blut-Christi-Bewegung näher kennen zu lernen.
2. Wer sich entschieden hat, der Bruderschaft beizutreten und von der Leitung der Bruderschaft angenommen wurde, wird einer Bruderschafts-Gruppe zugeteilt und in einer kleinen Feier als Kandidat aufgenommen . Der Gruppenhelfer ist zuständig für die Einführung in Geist und Praxis der Bruderschaft. Wenn die Gruppe mehrheitlich zur Überzeugung gekommen ist, dass die Berufung des Kandidaten echt ist und wenn die vorgesehenen Bildungsthemen absolviert sind, wird er möglichst im Rahmen von Einkehrtagen oder Exerzitien als Mitglied in die Bruderschaft aufgenommen und in das Mitgliederbuch der Bruderschaft eingetragen, das im Zentrum der Geistlichen Familie vom Heiligen Blut beim Heiligtum Maria-Schnee in Aufhausen aufbewahrt wird.
VI. DIE GRUNDAUSBILDUNG DER MITGLIEDER
1. Das Ziel aller Bemühungen unserer Bruderschaft um Ergänzung der christlichen Bildung aller Mitglieder ist das Hineinwachsen in die volle Jüngerschaft Jesu Christi. Die in dem Bildungsplan vorgesehenen Themen sollen ein gemeinsamer Einstieg sein zu einer nie endenden persönlichen und gemeinschaftlichen Fortbildung.
2. Unser Bildungsplan sieht zwei Grundlinien vor: A) Ergänzung des katechetischen Grundwissens (Glaubensbekenntnis, Dekalog, Sakramente…) und B) Einführung in die Spiritualität unserer Gemeinschaft.

VII. RÜCKBLICK – DIE ENTSTEHUNG UNSERER BRUDERSCHAFT
1. Die Entstehung dieser Bruderschaft ist verbunden mit der Gründung der „Gemeinschaft der Brüder vom Heiligen Blut“ (FSS), die vom Bischof der Diözese Regensburg kanonisch am 2. Februar 2006 mit dem Ziel errichtet wurde, dass sie sich zu einer „klerikalen Gesellschaft des apostolischen Lebens“ (cc. 731-746 CIC) entwickelt. Von Anfang an bildete sich um diese Brüdergemeinschaft eine Art „Dritter Orden“ (c. 303 CIC), der auch „Freundeskreis“ oder „Gemeinschaft vom Heiligen Blut“ genannt und gemeinsam mit den „Dienerinnen vom Heiligen Blut“ betreut wurde.
2. Teil
LEBEN UND WIRKEN IN DER SPIRITUALITÄT DES BLUTES CHRISTI
„Angesichts des Erbarmens Gottes, ermahne ich euch, meine Brüder, euch selbst als lebendiges und heiliges Opfer darzubringen, das Gott gefällt; das ist für euch der wahre und angemessene Gottesdienst.
Gleicht euch nicht dieser Welt an, sondern wandelt euch und erneuert euer Denken, damit ihr prüfen und erkennen könnt, was der Wille Gottes ist: was ihm gefällt, was gut und vollkommen ist“ (Röm 12,1f).
I. DAS BLUT CHRISTI EHREN, LIEBEN, SEIN
1. EHREN
Wir ehren das Blut Jesu von Nazareth in besonderer Weise, denn es ist nicht nur menschliches, sondern auch göttliches Blut, durch das „Wirken des Heiligen Geistes“ bei der Menschwerdung des ewigen Sohnes Gottes (Mt 1,18). Darum gebührt ihm Verehrung in höchster Form, nämlich durch die Anbetung. Viele Gebete, Bräuche, Feiern, Bilder, Wallfahrten bringen das zum Ausdruck.
2. LIEBEN
„Blut“ bedeutet aber noch mehr als eine physisch-biologische Substanz. Es ist ein Ur-Symbol, das die gesamte Person Jesu Christi umfasst und zum Ausdruck bringt – und zwar im Hinblick auf sein sühnendes Erlösungsopfer am Kreuz. Darum sagt der hl. Paulus z.B.: „… durch sein Blut haben wir die Erlösung, die Vergebung der Sünden…“ (Eph 1,7) und in der Offenbarung des Johannes heißt es: „Er (Jesus Christus) liebt uns und hat uns von unseren Sünden erlöst durch sein Blut…“ (1,5). Das Blut Jesu Christi lieben heißt also die gott-menschliche Person Jesu Christi lieben. Denn er hat durch seine Menschwerdung und Passion, durch sein Sterben und Auferstehen für unsere Sünden „bezahlt“ und uns durch die Taufe in sein „Rettungsboot“, die Kirche, hereingenommen zur Überfahrt in die volle Einheit mit Gott im Himmel. Unsere Liebe zum Blute Christi zeigt sich also in der treuen Nachfolge und Jüngerschaft Jesu (Lk 9,23; 14,33).
II. DIE MYSTIK DES BLUTES CHRISTI
1. WAS IST HIER MIT „MYSTIK“ GEMEINT?
Der Begriff „Mystik“ bedeutet in unserem Sprachgebrauch das Zusammenwirken von natürlichem Denken und Handeln mit der Gnade Gottes. Ein Beispiel: Da ist jemand sehr müde und dazu noch traurig, weil ihn ein Freund sehr enttäuscht hat. Auf einem Spaziergang sieht er, wie sich jemand mit schwerem Gepäck abmüht – aber er hat gar keine Lust zu helfen und schaut weg. Doch in dem Moment kommt ihm das „Wort des Lebens“ in den Sinn, das gerade in seiner Bibelrunde geübt wurde: „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan“ (Mt 25,40). Das gibt seinem Herzen einen Ruck und er spürt in sich die Kraft und Freude, Jesus in diesem Weggefährten helfen zu können. So eilt er zu dem Fremden hin und bietet freundlich seine Hilfe an.

III. DER BLUT-CHRISTI-WEG
Geistliche Impulse für die Spiritualität des Blutes Christi –
angelehnt an die Stationen des Rosenkranzes vom Kostbaren Blut
Durch den Empfang des Sakramentes der Taufe sind wir alle zur Heiligkeit berufen, das heißt zur vollen Einheit mit Gott. Der Weg dorthin heißt Jesus, der uns ja deutlich gesagt hat: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich“ (Joh 14,6). Dieser Weg hat allerdings auch viele Varianten, die zu dem einen Ziel führen. Die Variante unserer Bruderschaft heißt »Spiritualität vom Kostbaren Blut«. Dieser geistliche Weg kommt besonders stark in den folgenden Betrachtungen und Impulsen zum Rosenkranz vom Kostbaren Blut zum Ausdruck, den man auch unseren gemeinsamen Weg zur Heiligkeit nennen könnte.
IV. AUS DEN GEBETEN DER GEISTLICHEN FAMILIE
3. Teil
MIT MARIA TEILNEHMEN AM ERLÖSUNGSWERK
Wer ist meine Mutter?
Wir danken Dir, Maria, für Deinen Glauben:
Du denkst nach und fragst und noch mehr vertraust Du…
immer offen für alle Pläne Gottes –
Bereitschaft ohne Grenzen, Dienst ohne Bedingungen:
Selig, die Du geglaubt hast!
Wir danken Dir, Maria, für Deine Hoffnung:
Du gibst weg und stehst und noch mehr vertraust Du…
immer offen für alle Kinder Gottes –
Leiden ohne Grenzen, ein Herz ohne Bedingungen:
Siehe, Deine Mutter!
Wir danken Dir, Maria, für Deine Liebe:
Du liebst und kämpfst und noch mehr vertraust Du…
immer offen für alle Diener Gottes –
Hilfe ohne Grenzen, Mission ohne Bedingungen:
Das große Zeichen am Himmel!
I. DER WEG MARIENS
siehe Marianische Dimension
II. MARIA IM GEHEIMNIS DER EUCHARISTIE
1. DER KELCH ALS SYMBOL DES ALLGEMEINEN PRIESTERTUMS
siehe Marianische Dimension
III. EIN BLUMENSTRAUSS FÜR MARIA
1. Das Tor zur Mutterschaft Gottes
Wenn wir über Gott nachdenken oder über ihn sprechen, dann betonen wir gewöhnlich seine Vaterschaft. Jesus, der Sohn Gottes, ist als Mann geboren. In seiner menschlichen Natur stellt er die Vaterschaft Gottes dar. Aber auch die andere Dimension Gottes, nämlich seine Mütterlichkeit, muss auf irgendeine Weise den Menschen nahegebracht werden. Wohl auch deshalb hat sich in der christlichen Frömmigkeit das Bild Mariens als Mutter Gottes so stark entwickelt. Sicherlich – sie ist nicht Gott, sondern Mensch, in gewissem Sinne „nur“ Mutter Gottes. Aber besonders durch sie gelange ich zur Mütterlichkeit Gottes, zum vollständigeren Gottesbild. Gerade auch deshalb ist es so wichtig, einen Zugang zu Maria zu gewinnen…
IV. ANDACHT ZU DEN SIEBEN SCHMERZEN MARIENS
Maria, die makellose Mutter Gottes, ist nicht nur die am meisten Begnadete von allen Menschen – sie ist auch die maximal Geforderte im Zusammenwirken mit der Gnade Gottes. Das wird besonders deutlich in der Andacht von den „sieben Schmerzen Mariens“. Wer sie betrachtet, findet nicht nur Trost im eigenen Leiden, sondern lernt auch, sein Leiden fruchtbar zu machen durch die Vereinigung mit dem Erlösungs-Leiden Christi.
V. GEBET ZUR MUTTER UND KÖNIGIN VOM KOSTBAREN BLUT
Wir ehren Dich, heilige Mutter, denn Gott hat Dich unter allen Frauen erwählt, die Mutter seines Sohnes zu werden. Für ihn solltest Du ein reines und heiliges Gefäß sein. Darum hat Dich Gott von der Erbschuld der Menschheit ausgenommen und mit Dir eine neue Schöpfung begonnen.
Groß bist Du und herrlich in der strahlenden Makellosigkeit Deiner Seele. Du bist die erste Frucht der Erlösung, erworben durch das Blut Deines Sohnes, noch bevor Jesus in Dir Mensch geworden ist.
Gott hat Dich in einzigartiger Weise begnadet, damit Du ohne jede Einschränkung seinen Plan verwirklichen konntest.
4. Teil
MISSION – UR-AUFGABE DER GANZEN KIRCHE
I. TEILNAHME AM ERLÖSUNGSWERK
Am Abend der Auferstehung erschien Jesus den ratlosen Aposteln und gab ihnen, dem ewigen Erlösungsplan Gottes entsprechend, einen klaren Auftrag: „Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch!“ (Joh 20,21). Schon früher hatte Jesus seinen Jüngern den Grund erklärt, weswegen der Ewige Vater ihn als Gott und zugleich auch als Mensch auf die Welt geschickt hat: „…der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele“ (Mk 10,45). Am Ostertag übergab Jesus seine eigene Sendung den Aposteln und durch sie der ganzen Kirche, die durch das Sühneopfer am Kreuz „sein Leib“ geworden war – mit IHM als Haupt (Kol 1,18). Seit der Auferstehung Jesu von den Toten ist die Weiterführung des Erlösungswerkes die gemeinsame Aufgabe aller Glieder des Mystischen Leibes.
1. Mission als Frucht der Eucharistie
Der echte „Apostel des Blutes Christi“ lebt aus der Quelle der Eucharistie, indem er missionarisch denkt, fühlt und wirkt. Im Gehorsam geht er in die Jünger-Jesu-Schule, um sich dann in alle Welt senden zu lassen mit einem Bildungsprogramm für alle Völker. Er weitet sein Herz aus für alle Menschen und gönnt sich keine Ruhe, bis auch der letzte Erdenbürger die Möglichkeit hat, Jesus kennen zu lernen und als Erlöser und Meister anzunehmen. Schließlich wird seine Sehnsucht nach der Rettung der Menschen immer größer, so dass er bereit wird, auch sein eigenes Blut zu vergießen, damit möglichst niemand verloren geht. Er nimmt teil am Durst Gottes und kann immer ehrlicher zusammen mit Jesus sagen: „Ich heilige mich für sie, damit auch sie in Wahrheit geheiligt sind“ (Joh 17,19).
II. MISSION HEUTE
1. Rette deine Seele!
So kann man es noch auf alten Kreuzen sehen, die zum Andenken, oder zur Erneuerung und Vertiefung der traditionellen Volksmissionen in oder bei der Kirche aufgestellt wurden. Rette deine Seele, also dich selber, deinen Glauben, deine Ewigkeit…!
Da fragen so manche verwundert, (wenn nicht gar zornig, fast beleidigt) „Was gibt es denn da zu retten?
III. CHRISTIANISIERUNG IN EUROPA
Eine Erfahrung
Ich wurde gebeten, für eine kurze Zeit eine junge Frau aus Indien in meine kleine Wohnung aufzunehmen. Sie hatte Arbeit, aber musste sich eine neue Bleibe suchen. Ich dachte an die Werke der Barmherzigkeit und stimmte zu. Doch bald gab es schon die ersten Schwierigkeiten wegen der unterschiedlichen Lebensgewohnheiten. Ich wusste mir keinen Rat mehr und ging zu einer christlichen Psychotherapeutin. Sie empfahl mir sehr, auch während der Woche öfters in die Heilige Messe zu gehen, die Situation unter den Schutz Gottes zu stellen und mein Herz mit Liebe und Geduld zu erfüllen. Da ich doch Christin sei, wäre es meine Aufgabe, dieser Hinduistin den Frieden zu bringen. Ich hielt mich an diesen Rat und versuchte, zwischen meinem Gast und mir immer wieder eine gute Atmosphäre zu schaffen.
Als ich eine Woche vor Weihnachten mit Plätzchenbacken beschäftigt war, kam diese junge Frau zu mir in die Küche und bat mich, ihr die Weihnachtsgeschichte zu erzählen.
5. Teil
BESONDERE FEIERN
I. FEIERLICHE WEIHE AN DAS KOSTBARE BLUT JESU CHRISTI
Sie wird beim Eintritt in das Einführungsjahr der Bruderschaft vollzogen bzw. feierlich erneuert, wenn sie schon früher vollzogen wurde. Unabhängig von der Teilnahme an der Bruderschaft vom Heiligen Blut kann diese Weihe jeder vollziehen nach einem vorbereitenden Gespräch mit einem Verantwortlichen der Bruderschaft.
II. FEIERLICHE AUFNAHME IN DIE BRUDERSCHAFT
Priester : Ich bitte den Kandidaten zur vollen Aufnahme in die Bruderschaft nach vorne zu treten.
Liebe Schwester / lieber Bruder, du hast dich mit Eifer auf den heutigen Tag vorbereitet, an dem du voll in die Bruderschaft vom Heiligen Blut aufgenommen werden möchtest. Du hast dich entschieden, dein Leben in der Kraft des Blutes Christi und nach dem Vorbild Mariens noch entschlossener in den Dienst der Kirche zu stellen. Darum bitte ich, zunächst dein Taufgelöbnis zu erneuern.
III. ABSCHLUSS-FEIER DER VIERJÄHRIGEN AUSBILDUNGSZEIT
Nach Möglichkeit findet diese Feier während der Hl. Messe nach der Predigt statt.
– Hymnus zum Hl. Geist
– Verlesen einer persönlichen Erklärung mit der Bereitschaft zum missionarischen Engagement im Geiste der Bruderschaft.
– Segnung der Missionskreuze
– Übergabe des Missionskreuzes
– Hymnus der Geistlichen Familie
– Fortsetzung der Eucharistiefeier
6. Teil
WAS UNTERSCHEIDET DEN CHRISTEN?
Zehn Antworten für jene, die sich entschieden haben, Christus nachzufolgen
In diesem Teil folgen die zehn Grund-Themen, die für das Einführungsjahr in die Bruderschaft vorgesehen sind. Sie sind so grundlegend für das Glaubensleben allgemein, dass es nicht genügt, sie nur einmal gelesen zu haben. Darum sind sie hier eingefügt. So kann man immer wieder zu diesen Themen zurückkehren und sie im eigenen Leben vertiefen.
Überblick:
I. DIE DREIFALTIGE LIEBE
Das christliche Gottesbild
II. MARIA VON NAZARET – DIE MUTTER JESU
Mutter Gottes – Mutter der Kirche – meine Mutter
III. BETEN – SICH EINSMACHEN MIT GOTT
In Wort und Tat, in Arbeit und Ruhe
IV. MEIN NÄCHSTER
Gabe und Aufgabe
V. VOM WORT GOTTES
Wer danach lebt, der versteht es auch
VI. DER WILLE GOTTES IM AUGENBLICK
Jesus, was gefällt Dir besser?
VII. VOM MUT ZUR DEMUT
Ohne Angst vor der Wahrheit
VIII. PLATZ MACHEN FÜR DIE LIEBE
Askese und Verzicht – in neuem Licht!
IX. VON DER KUNST DER VERSÖHNUNG
Verzeihen können und Brücken bauen
X. EUCHARISTIE
Gehorsam – Opferbereitschaft – Einheit stiften
Alle diese Themen befinden sich im Einführungsjahr (siehe Bildungsplan).
Bildungsplan
Es geht um ein Grundwissen des katholischen Glaubens, das auf die alltägliche Praxis hinzielt und erst dann tatsächlich verstanden wird, wenn man das Leben danach gestaltet. Die einzelnen Themen sind bewusst unvollständig dargeboten, um nicht durch Überfülle abzuschrecken oder zu entmutigen. Fragen und Probleme richte man bitte an die Leitung der Bruderschaft.
Download der Prüfungsblätter



