Patrone der Gemeinschaft


Um besser den Willen Gottes zu suchen, zu finden und zu erfüllen, bitten wir die Heiligen um Hilfe und Beistand.

In unserer Gemeinschaft verehren wir besonders folgende Heilige, als unsere „Patrone“. Wir bemühen uns, die Botschaft ihres Lebens in unserem Leben zu verwirklichen und bitten sie um besonderen Schutz.

Hauptpatron: Die Heilige Familie von Nazareth:

Jesuskind

„Wir öffnen uns für den Geist der göttlichen Kindschaft, um schon auf dieser Erde am Königreich Gottes teilzunehmen …“  (aus der Lebensregel)

Maria Mutter Gottes

„Wir verehren in Dankbarkeit und Liebe die Gottesmutter Maria, besonders im Geheimnis ihres „Unbefleckten Herzens” …“ (aus der Lebensregel)

Heiliger Josef

„Wir danken dem heiligen Josef für seine Sorge um Jesus, Maria und die gesamte Kirche von heute …“ (aus der Lebensregel)


Nebenpatrone

Heiliger Laurentius von Rom (um 225 – 258)

Heiliger Laurentius war Diakon in Rom zur Zeit des Kaisers Valerian. Der Kaiser verfolgte die Christen, da sie sich geweigert haben, ihn zu opfern. So wurde zu seiner Zeit Papst Sixtus II. enthauptet. Im Zuge der Verfolgung wurde auch Laurentius ausgepeitscht und aufgefordert, den Kirchenschatz innerhalb von drei Tagen herauszugeben. Daraufhin wies Laurentius auf die Armen und Kranken, Verkrüppelten, Blinden, Leprösen, Witwen und Waisen und präsentierte sie als „den wahren Schatz der Kirche“. Er wurde deshalb gefoltert und schließlich auf einem glühenden Rost hingerichtet.

Hier können Sie das Gebet zum hl. Laurentius herunterladen (A6-Karte zum Ausdrucken).


Heilige Katharina von Siena (1347-1380)

Heilige Katharina war eine italienische Ordensfrau und Mystikerin. Sie gehörte der Ordensfamilie der Dominikaner, ist Kirchenlehrerin und Patronin Europas. Mit 6. hatte sie ihre erste Vision, nach der sie sich immer mehr zurückzog, betete und tat Buße. Sie entschied sich also bereits sehr früh, ein gottgeweihtes Leben zu führen und trat, trotz großen Widerstands der Familie mit 16 der Dominikarinnengemeinschaft bei. Nach einer Zeit der Einsamkeit von etwa 10 Jahre, begann sie in der Öffentlichkeit zu wirken – zunächst im Dienst an den Armen und Kranken, später auch in den politischen und kirchlichen Sphären. Auf ihr Drängen hin, zog Papst Gregor XI. 1376 von Avignon, wo er sich aufhielt, nach Rom zurück. Auf den Wunsch seines Nachfolgers, Urbans VI., zog sie selber nach Rom. Von dort aus kämpfte sie für die Einheit der Kirche und für eine Friedenslösung im krisengeschüttelten Italien. Sie starb in Rom.

Hier können Sie das Gebet zur hl. Katharina herunterladen (A6-Karte zum Ausdrucken).


Hl. Philipp Neri (1515 – 1595)

Heiliger Philipp Neri war der Gründer des ersten Oratorium in Rom und eine große Gestalt der Gegenreformation. Er trägt den Ehrentitel „Apostel von Rom“. Schon als Jugendlicher sorgte er für Arme und Kranke. Mit 19 kam er nach Rom mit der Absicht eines Jurastudiums. Er beschloss jedoch angesichts der Not der schutz- und obdachlosen Rompilger, sich der Beherbergung und Versorgung der Armen und Kranken zu widmen. Auf Anraten seines Beichtvaters wurde er 1551 Priester. Philipp drängte zunächst, nach Indien als Missionar zu gehen, daraufhin erhielt er jedoch die Anweisung „Dein Indien ist Rom“. Dort begann er zunächst mit seinen Freunden die Abendandachten mit Gebet, Hymnen und Lesungen. Er belebte die heute berühmte Wallfahrt zu sieben Kirchen Roms und die 40-stündige Andacht vor Allerheiligsten. 1564 übernahm er zusammen mit der aus dem Abendstreffen erwachsenen Priestergemeinschaft die Seelsorge an der Nationalkirche San Giovanni dei Fiorentini, wo er seine Oratoriumstreffen fortsetzte. Für die ständig wachsende Gemeinschaft wurde am 15. Juli 1575 durch eine päpstliche Bulle das Oratorium als Kongregation errichtet. Hl. Philipp wurde zum ersten Superior (=Obere) der neuen Kommunität. Philipp Neri war bekannt, neben zahlreichen übernatürlichen Gaben und Charismen, für seinen Humor und Menschennähe, sowie für seine Bescheidenheit. Er schlug die Kardinalwürde mehrmals ab. Er starb als einfacher Priester in Rom. 

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Hl. Kaspar del Bufalo (1786-1837)

Heiliger Kaspar war der Gründer der Kongregation der Missionare vom Kostbaren Blut (CPPS). Er zeigte schon als Kind großen religiösen Eifer. Als Jugendliche predigte er auf den Plätzen Roms. 1808 empfing er Priesterweihe und war als Volksmissionar tätig. Kurz darauf besaß Napoleon die Stadt und verlangte einen Treueeid von allen Priester. Kaspar weigerte sich, diesen zu unterzeichnen mit der kurzen Erklärung: „Ich darf nicht, ich kann nicht, ich will nicht“. Er wollte dem Papst und der Kirche treu bleiben. Aus diesem Grund wurde zunächst ins Exil nach Piacenza gezwungen und dann in verschiedenen Gefängnissen gefangen gehalten. Erst nach vier Jahren konnte er nach Rom zurückkehren, wo er wieder als Volksmissionar arbeitete. 1815 gründete er die Gemeinschaft der Missionare vom Kostbaren Blut, die zunächst ebenso als Volksmissionare tätig waren und besonders zur Ehre des Blutes Christi aufriefen. Hl. Kaspar starb während einer Choleraepidemie 1837 in Rom.

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Hl. Johannes Maria Vianney (Pfarrer von Ars) (1786 – 1859)

Heiliger Johannes Maria Vianney war ein einfacher Pfarrer in einem kleinen französischen Dorf, der jedoch zu beliebtesten Beichtväter der Kirchegeschichte zählen darf. Als Kind religiös erzogen, arbeitete er zunächst auf dem väterlichen Bauernhof. Auf sein brennendes Verlangen, Priester zu werden, besuchte er seit 1805 die Pfarrschule, wo er jedoch nur bescheidene Fortschritte machte. Nach einem verpflichtenden militärischen Dienst durfte er erst 1813 das Priesterseminar in Lyon besuchen. Er hatte große Lernschwierigkeiten, wurde jedoch durch die Bemühungen seines Heimatpfarrers sowie seiner großen Frömmigkeit wegen 1815 zum Priester geweiht und kam 1818 nach Ars, wo er bis Ende seines Lebens Pfarrer war. Er versuchte aus einem erschlafenden und moralisch zerstörten Dorf, eine lebendige Gemeinde aufzubauen, lebte in persönlicher Armut, betete viel und führte ein strenges Bußleben mit Fasten und Selbstgeißelung. Er begann, die ruinierte Ortskirche zu renovieren, gründete 1818 eine Rosenkranzbruderschaft, später eine eucharistische Bruderschaft, 1824 eine Mädchenschule, 1827 ein Haus für Halb- und Vollwaisen (La Providence) und 1832 eine Knabenschule. Als lebendiges Vorbild gelebter Frömmigkeit, zog er tatsächlich mehr und mehr Menschen in die Kirche. Er starb am 4. August 1859 in Ars an Überanstrengung.

Hier können Sie das Gebet zum hl. Johannes Maria Vianney für die Priester herunterladen (A6-Karte zum Ausdrucken).


Hl. Theresia vom Kinde Jesu (1873 – 1897)

Heilige Theresia ist die Patronin der Weltmission und die jüngste Kirchenlehrerin. Sie ist die jüngste Tochter des seligen Ehepaars, Zélie und Louis Martin. Schon mit 15 wollte Therese in Karmel eintreten. Ihr Verlangen wurde von der Familie unterstützt, vom Orden selber jedoch, wegen ihres jugendlichen Alters mehrmals abgeleht. Erst mit 16 durfte sie ihre Entscheidung vollziehen. Im Kloster entschied sie sich, den „kleinen Weg der Liebe“ zu gehen. Sie weihte sich 1895 der Barmherzigen Liebe Gottes und sah ihr Glück in Hingabe an Gott und die Mitmenschen, die sich gerade in den kleinen Gesten des Alltags äußert. Ihre Lebensgeschichte, die sie auf Anordnung ihrer Priorin niederschrieb, wurde unter dem Titel „Geschichte einer Seele“ (L’histoire d’une âme) zwei Jahre nach ihrem Tod veröffentlicht und ist das nach der Bibel meistgelesene spirituelle Buch in französischer Sprache. Als Zusammenfassung ihres geistlichen Weges kann ihr Gedicht „Leben aus Liebe“ gelten. Im Jahr 1897 starb Thérèse – gerade vierundzwanzigjährig – nach heftigem Leiden an Tuberkulose. Ihre letzten Worte waren: „Mein Gott, ich liebe dich!“.

Hier können Sie das Geber zur hl. Theresia vom Kinde Jesu herunterladen (A6-Karte zum Ausdrucken).


Hl. Faustina Kowalska (1905 – 1938)

Heilige Schwester Faustina Kowalska war eine Ordensschwester, die im Auftrag Jesu die Botschaft von seiner Barmherzigkeit niedergeschrieben hat und das heute so bekannte Bild „Jesus ich vertraue auf dich!“ malen lassen hat. Sie wollte schon mit 18 ins Orden eintreten, erhielt jedoch nicht die damals erforderliche Erlaubnis ihrer Eltern dazu. Nach einer Vision durfte sie jedoch den Schritt zwei Jahre später machen und trat 1925 in die in die Kongregation der Schwestern der Muttergottes von der Barmherzigkeit ein. Dort erhielt sie wiederholt Visionen des barmherzigen Jesus, der Mutter Gottes und der Heiligen. Sie empfing den Auftrag, die Botschaft von der Barmherzigkeit Gottes zu verkünden. Auf die Anordnung ihres Beichtvaters schrieb sie alles in ihrem „Tagebuch“ auf (HIER vollständig online). Im Alltag eine bescheidene, einfache Ordensfrau, die ihr Leben jedoch vollkommen unter das Zeichen der Barmherzigkeit Gottes gestellt hat. Sie starb 1938 an Tuberkulose.

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Hl. Pater Pio (1887 – 1968)

Heiliger Pater Pio war ein Ordenspriester, der mit den Wundmalen Christi beschenkt wurde und als ein der beliebtesten Beichtväter unserer Zeit gilt. Mit 16 trat er bei den Kapuziner in San Giovanni ein und nach einer Zeit der Ausbildung wurde 1910 zum Priester geweiht. Im gleichen Jahr empfing er die Wundmalen Christi an Händen, Füßen und der Seite, die mehrmals in Zweifel gestellt wurden. Die Ärzte konnten jedoch keine natürliche Erklärung für das Phänomen finden. Pater Pio selber tat in inneren Gelassenheit seinen Dienst als Beichtvater weiter. Er galt als „Apostel des Beichtstuhls“ und viele fanden durch ihn wieder zum Glauben. Trotz zahlreichen übernatürlichen Gaben, blieb er jedoch demütig. 1940 begann Pater Pio, Spenden für ein Krankenhaus zu sammeln. 1956 schließlich wurde die Casa Sollievo della Sofferenza in San Giovanni Rotondo eröffnet, die damals zu den größten und modernsten Kliniken Süditaliens zählte.Am 23. September 1968 entschlief Pater Pio im Rufe der Heiligkeit und wurde in der Krypta der alten Kirche in San Giovanni Rotondo in Anwesenheit von 100.000 Gläubigen beigesetzt. 

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Hl. Mutter Teresa von Kalkutta (1910 – 1997)

Heilige Mutter Teresa war die Gründerin der Gemeinschaft der Missionarinnen der Liebe, die sich besonders für die „Ärmsten der Armen“ einsetzt und an den Ränden der Gesellschaft wirkt. Mit 18 trat sie zunächst in die Gemeinschaft der Loretoschwestern (irischer Zweig der Englischen Fräulein), wo sie zunächst als Erzieherin und Lehrerin in einer Mädchenschule in Kalkuta arbeitete. Während einer Reise spürte sie die besondere Berufung Jesu, den Armen zu helfen. Mit dem Ruf „Mich dürstet“ forderte sie Jesus auf, den Ärmsten der Armen zu dienen. Nach Jahren der Überprüfung dieses besonderen Rufes, verließ sie 1948 ihre Gemeinschaft und beginnt, in den Slums zu arbeiten. Bald schlossen sie sich ihr die ersten Schülerinnen an, mit denen sie 1950 die Gemeinschaft der Missionarinnen der Liebe gründete. Heute gehören der Gemeinschaft ca. 3000 Ordenschwestern und über 500 Brüder. Sie selbst sagte jedoch „Nicht der Erfolg, sondern die Treue im Glauben sind wichtig“ und betrachtete sich selbst schlicht als „der Bleistift, mit dem Gott der Welt ein Liebesbrief schreiben will“. Sie starb am 5.September 1997; am 13. September 1997 wurde sie in Kalkutta mit einem Staatsbegräbnis beerdigt und unter großer Anteilnahme der Weltöffentlichkeit auf ihren Wunsch hin in dem von ihr gegründeten Kloster beigesetzt.

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Hl. Johannes Paul II. (1920 – 2005)

Heiliger Johannes Paull II. war Papst zur Zeit des Zusammenbruchs des Kommunismus und ein großer Verehrer der Mutter Gottes, was sich in seinem Wahlspruch „Totuus tuus“ ausdruckte. Schon als Kind wurde der kleine Karol Wojtyla Maria geweiht und nahm sie im Alter von 8 Jahren nach dem Tod seiner leiblichen Mama als Mutter an.  Als Jugendliche spielte er gerne im Theater, schrieb Gedichte, war ein begeistertet Bergsteiger, trainierte Fußball… Er studierte zunächst Polnische Literatur und Philosophie in Krakau, entschied sich jedoch 1942 in das Geheime Priesterseminar einzutreten und wurde 1946 zum Priester geweiht. Er dozierte auf der Uni Lublin, wo seine bedeutsamste Werke entstanden sind: „Person und Tat“ und „Liebe und Verantwortung“. 1964 wurde er Bischof von Krakau. Er war maßgeblich an den Bemühungen des II. Vatikanischen Konzils um eine umfassende Erneuerung der Kirche beteiligt – besonders setzte er sich für die Religionsfreiheit ein. 1978 wurde er schließlich zum Papst gewählt. Sein Pontifikat zeichnete große Menschennähe und erfolgreiche Pastoral – er initierte die Weltjugendtage, setzte sich für die Familien ein, unternahm zahlreiche Reisen, traf sich mit den Vorsteher anderer Religionen und gab dutzende Apostolische Schreiben und Enzykliken heraus. Er starb 2005.

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Hl. Johannes XXIII. (1881-1963)

Heiliger Johannes XXIII. war Papst, er berief 1958 das reformreiche II. Vatikanische Konzil und wurde im Volksmund wegen seiner Güte „il Papa buono
 – der  gute Papst“ 
genannt. Er trat 1892 in das Vorbereitungsseminar ein. 1904 wurde er zum Priester geweiht. Er war dann zunächst Sekräter des Bischofs von Bergamo, dann Professort für Kirchegeschichte und schließlich Vatikandiplomat. Am 12. Januar 1953 wurde er von Pius XII. zum Kardinal und zum Patriarchen von Venedig ernannt. 1958 wurde er zum Papst erwählt. Er stellte sein Pontifikat unter dem Schutz des Hl. Franz von Sales. Als Johannes XXIII. reorganisierte er die Kurie, zur Stärkung der Ökumene gründete er den Päpstlichen Rat zur Förderung der Einheit der Christen. Er forderte eine „Aggiornamento“ – „Aktualisierung“ der Kirche, die den heutigen Umständen entsprechen würde. Deshalb berief er 1958 das II. Vatikanische Konzil, das 1962-65 tagte und viel Reform der Kirche brachte. Im alltäglichen Leben als Papst nahm er als historisch geltende Veränderungen vor. Er schaffte den Fußkuss und die bislang vorgeschriebenen drei Kniefälle bei Privataudienzen ab und erhöhte in einer seiner ersten Amtshandlungen die Gehälter der Angestellten. Er starb 1963 auf Krebs.

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Alle unsere Engel und heilige Patrone – bittet für uns!